Home24 übernimmt die Butlers-Filialen für 100 Mio. Euro

Home24 will sich für bis zu 100 Mio. Euro das bereits einmal insolvent gegangene Butlers-Geschäft mit über 100 Filialen ans Bein binden:

„Butlers hat aktuell 100 Filialen in der DACH-Region. Zudem werden 32 Filialen von Franchise-Partnern in neun weiteren europäischen Ländern betrieben.

Das Unternehmen wird in 2021 voraussichtlich einen Umsatz von ca. 95 Millionen Euro erzielen und arbeitete selbst in den durch Lockdowns belasteten Jahren 2020 und 2021 signifikant profitabel.“

Butlers rechnet dieses Jahr mit Online-Umsätzen von rund 24 Mio. Euro. Butlers-Gründer Wilhelm Josten sichert sich im Zuge der Übernahme knapp 4% an Home24.

Siehe im Vergleich dazu auch die Bygghemma Group (BHG), die die Fehler von Home24 vermeidet und strategisch erheblich mehr Geschick beweist.

BHG und Home24 sind in den GLORE50 vertreten.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Home & Living, Shopboerse

Schlagwörter:,

  1. Ganz ehrlich…Home24 und Westing waren vor Corona fast tot. Home24 benötigte dringend eine neue Kapitalspritze (die wievielte war das überhaupt?) und weit und breit fand sich zum damaligen Zeitpunkt kein Geldgeber. Dann entstand Corona und das Einkaufsverhalten wurde fast komplett in den Online Handel verlagert. Ohne großartige Werbeaktionen konnte quasi jeder Onlinehändler mit einer halbwegs funktionierenden Struktur und entsprechender Lagerware profitieren. So auch Home24. Und nun also „Butlers“? Echt?

    • Nun ja, Corona war / ist in vielen Bereichen ein Game-Changer. Da interessiert es wenig, darauf zu schauen, wie es vorher war. Es geht nur um das „jetzt“ und „wie geht’s weiter“. Keine Ahnung, ob das der richtige Move ist Home24 ist, aber es ist zumindest mal nachvollziehbar. Online-Möbel-Händler brauchen Show-Rooms und Beratung, nur Online funzt da imho nicht.

      • Sehe ich genauso, Claus. Ich bin kein M&A Experte, aber für mich liest sich die Finanzierung der Übernahme so, als dass diese für Home24 in 2022 im Verhältnis zum Cashpolster sehr cash-schonend ist. Wir werden es sehen. Auf jeden Fall ein interessanter Move.

  2. Die 100 Mio. sind falsch. Die mittlere Bewertung liegt bei 70 Mio. € und kann erfolgsabhängig zwischen +/- 15 Mio. € variieren. Also Kaufpreis zwischen 55 Mio. bis 85 Mio. möglich.

    Siehe Handelsblatt vom 23.12.2021.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: