Fressnapf setzt Zooplus online 246 Mio. € (+54%) entgegen

Nach dem Börsenrückzug von Zooplus prescht Fressnapf jetzt auch in der Kommunikation voran und liefert als erstes Jahresergebnisse für 2021 (PDF):

„Die Fressnapf-Gruppe erzielt einen Jahresumsatz von 3,17 Milliarden Euro. Das entspricht einem Umsatzwachstum von über 500 Millionen Euro bzw. 19,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Ein Treiber des starken Wachstums ist weiterhin auch der Online-Kanal [mit einem] Plus von mehr als 54 Prozent.“

Fressnapf kommt damit online auf 246 Mio. Euro, soviel wie Zooplus 2011 gemacht hat. Damit hinkt Fressnapf Zooplus im Online-Geschäft weiter 10 Jahre hinterher und hat – ohne entsprechende Übernahmen – in den kommenden Jahren auch kaum Chancen, hier aufzuholen.

Strategisch sieht Fressnapf seine Zukunft aber ohnehin weiter im Stationären und hat zuletzt in einer Art Lumpensammlerstrategie einen Offliner nach dem anderen übernommen.

Das macht sich zwar ganz gut beim Gesamtumsatz, löst aber natürlich nicht Fressnapfs Hauptproblem: den enormen Rückstand im Online-Geschäft. Um hier auf Dauer mit Zooplus mitzuhalten, müsste man seine Online-Umsätze in kürzester Zeit mal eben verzehnfachen.

Immerhin ist es Fressnapf in den letzten beiden Jahren gelungen, Zooplus Online-Marktanteile abzunehmen, nachdem Zooplus mit allzu angezogener Handbremse gefahren ist.

Aber das soll sich ja jetzt ändern, was den Zweikampf wieder spannend macht. Denn auch Zooplus könnte sich jetzt natürlich, fernab der Börse, durch (Online-)Übernahmen verstärken, sich vielleicht doch noch mit Ocado verbünden und vieles andere mehr.

Zugleich scheint aber auch Fressnapf auf einen Exit zu spekulieren.

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Kategorien:Food, Shopboerse

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  1. Gibt es einen Grund dass die Fressnapf-Zahlen alle Brutto, die Zooplus-Zahlen aber netto sind?
    Lässt die Grafik natürlich leicht „verschoben“ wirken…

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