Wie lange hält die Oetker-Gruppe an Flaschenpost fest?

Oetker hat diese Woche ein großes Sparprogramm angekündigt – für die Lebensmittelsparte, nicht für den Getränkebereich. Aber da wir ohnehin einigermaßen skeptisch sind, was aus Flaschenpost in der Oetker Gruppe wird, macht ein solcher Schritt natürlich hellhörig.

Denn Flaschenpost macht in der Außenwirkung gerade einen ziemlich desorientierten Eindruck:

An sich spricht ja nichts dagegen, dass ein Getränkedienst auch Lebensmittel liefert. Sollte Flaschenpost allerdings im Wettbewerb mit den Spezialisten (Knuspr, Picnic, Rewe etc.) bestehen wollen, ist die Marke Flaschenpost dafür denkbar ungeeignet.

Ohnehin fragt man sich, was die Motivation ist: Ist es wirklich die Flaschenpost-Klientel, die unbedingt auch Lebensmittel (im großen Stil) nachfragt? Oder geht es eher darum, den Warenkorb zu erhöhen, um Kosten zu sparen und die Effizienz zu steigern?

Flaschenpost hat seinen Erfolg einem klaren Kundenversprechen zu verdanken:

Das gibt man nun zugunsten des Lebensmittelgeschäfts auf, ohne im Lebensmittelgeschäft mit etwas adäquatem aufzuwarten.

Selbst bei wohlwollender Betrachtung braucht es da nicht allzu viel Phantasie, um zu erahnen, wohin dieses Abenteuer führt.

Aber vielleicht hat Flaschenpost ja noch etwas in petto, schappt sich Frischepost oder einen anderen Partner für das Lebensmittelgeschäft. Dann sähe alles schon wieder ganz anders aus.

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Kategorien:Food, Logistik, Shopboerse

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  1. Zumindest ist die Zeit der Bestellungen mit kostenloser Lieferung ab €15 vorbei. Ab sofort: ab €49 kostenlos, darunter €2,90 Gebühr.

  2. Ich habe gestern in Augsburg ab 20 Euro Getränke kostenfrei liefern lassen von Flaschenpost… (Warenwert ohne Pfand/Pfandrückgabe) und es war möglich innerhalb 2 Stunden. Testen die evt in Regionen unterschiedlich?

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  1. Wie sich Flaschenpost mit Lebensmitteln seinen Ruf ruiniert – Exciting Commerce

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