Die #GLORE50 beenden das 7. Jahr bei 94,83 Punkten (-64%)

Nach dem Corona-Boom 2020/21 sind die GLORE50, die Topplayer im globalen Online-Handel, im 7. Jahr stärker abgestürzt denn je – von 266,74 auf 94,83 Punkte (-64%):

Die Q2-Ergebnisse führten zu einem kurzen Aufschwung, der allerdings in der zweiten Hälfte des Quartals von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Nachfrageschwäche, steigende Kosten, etc.) überschattet wurde und zu einem entsprechenden Kurseinbruch führte.

Als breitgestreuter Branchenindex liegen die GLORE50 damit erstmals zum Ende eines GLORE-Jahres extrem niedrig bewertet unter dem Startkurs von 100 Punkten:

Insgesamt umfassen die GLORE50 jetzt 55 Unternehmen. Am stärksten gewichtet sind Amazon (6,6%), MercadoLibre (5,9%), Etsy (5,4%), JD (4,2%) und Zalando (4%).

Kursgewinner gab es im 7. GLORE-Jahr keine. Am besten lief es an den Börsen noch für Prosus (-22%), JD (-30%) und Amazon (-31%). Die meisten brachen allerdings um 70% und mehr ein.

Mehr zum Abschneiden der einzelnen Unternehmen dann wie gewohnt in gesonderten Beiträgen.

Bis dahin siehe einstweilen auch die GLORE-Bilanz vom Juli bzw. zur allgemeinen Einordnung der Entwicklungen: Warum liegen die #GLORE50 gerade so am Boden? und Wann geht es für den Onlinehandel wieder aufwärts?

Über die GLORE50 und den Global Online Retail Fonds

Die GLORE50 basieren auf dem Global Online Retail Fonds, der am 1. Oktober 2015 auf unser Betreiben hin als bewusst breit gestreuter Branchenfonds für den globalen Online-Handel an den Start gegangen ist. Wir stehen ihm seitdem beratend zur Seite mit Analysen und Einschätzungen, was die Zusammensetzung sowie die Auswahl und Gewichtung relevanter Unternehmen angeht.

Anmerkungen und Einordnungen zu aktuellen Entwicklungen finden GLORE-Interessierte auch börsentäglich bei Instagram oder monatlich im Newsletter.

Wie immer gilt: Beiträge und Einordnungen dieser Art haben lediglich Informationscharakter und sind nicht als Empfehlungen zu verstehen. Wer sich an der Börse engagiert, sollte sich neben der Chancen stets auch der Risiken bewusst sein.

Frühere Beiträge zum Thema:



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  1. Es wäre schön, wenn Sie einen Hinweis geben würden, wie sich der Absturz von 60-70% auf das Vertrauen Ihrer Anleger auswirkt (Fonds). Falls diese auch reihenweise ausgestiegen wären, würde es ein Indikator sein, daß der Boden nun erreicht ist. Auch meine 25k-Beteiligung an Zur Rose steht mit 65% minus somit innerhalb „normaler“ Parameter. Für den Exciting Commerce stehen wir also nun im Jahr 2002. Wie es ab 2002 für Amazon (Beispiel) weitergegangen ist, wissen wir alle, d.h. wer JETZT kauft, dem winken nicht nur 1.000%, sondern 2.000% und mehr. Zur Rose also Beispiel, weil ich mich mit dem Wert intensiv auseinandersetze seit Jahren, hat derzeit ein erwartetes 2024er KGV von 2 (!). Wo bekommt man das sonst? Shop Apotheke ähnlich. Das Kuriose ist lediglich: wenn ich als Privatanleger das auf dem Schirm habe, müßten die Großinvestoren das auch sehen. Billiger als zu einem KGV von 2 könnte man so ein Unternehmen doch nicht übernehmen. Für mich sind diese Kurse jetzt 100% Einstiegskurse, über die ich mich in 5-8 Jahren „1.000%ig“ freuen werde.

    • das Fondsvolumen liegt aktuell bei 17 Mio. Euro, vor einem Jahr lag es bei 50 Mio. Euro, d.h. GLORE-Anleger sind vergleichsweise treu.

      In der ersten Jahreshälfte sind einige ausgestiegen, in den letzten Monaten dafür wieder einige dazugekommen. Im September hatte der GLORE-Fonds Zuflüsse von über 1 Mio. Euro.

      Letztlich kommt es auf die Perspektive an: Langfristig Orientierte sehen die Chance aufgrund der extrem niedrigen Bewertungen (genau wie beschrieben), kurzfristig Orientierte lassen sich eher von der Großwetterlage irritieren.

      • Man kann’s auch anders ausdrücken, wer vor einem Jahr gekauft hat und jetzt 65% Verlust realisiert, sollte besser nichts mit Börse machen. ;-)

      • leider gibts solche Fälle immer noch. Aber zum Glück auch die, die die attraktiven Kurse/Bewertungen zu nutzen wissen. Man übersieht ja immer, dass es zu jedem Verkäufer auch einen Käufer gibt …

    • 2024 KGVs ist aber schon ein bisschen albern oder? Im Moment sehen sich wenige in der Lage, überhaupt ihre diesjährigen Gewinne vorherzusagen. Kein Schwein weiss, wie 2023 wird und 2024 ist reine Glaskugel bzw. Wunschdenken. Ich gehe ja mit, dass der eCommerce sicherlich kurs-mässig zu stark gebeutelt wurde, aber 2024er KGVs als Basis für das Prädikat „billig“ heran zu ziehen, halte ich für wenig seriös.

      • Obwohl Ihr erster Post zeigt, daß Sie wenig Ahnung haben, haben Sie sich mit dem zweiten völlig disqualifiziert. KGVs sind immer in die Zukunft gerichtet und niemals für das aktuelle Jahr heranzuziehen. Das 2024er KGV von 2 errechnet sich mathematisch. Der Mathematik sind Sie sicher mächtig. Hierbei wurde „angenommen“, daß Zur Rose die 3 Mrd. Umsatz planmäßig erreicht und eine Marge von 6% haben wird nach dem Erreichen des Break-Even im Jahr 2023 oder schon 2022. 6% von 3 Mrd. sind 180 Mio. Euro. Die MCap beträgt aktuell 360 Mrd. = KGV 2. Börsen-Bewertungen sind wie der Name schon sagt, Bewertungen. In wenigen Jahren wird man erneut mit KGVs von 20 bewerten = 1.000% höher als heute. Und falls Sie der Meinung sind, daß ein Minus von 65% nichts an der Börse zu suchen hat, dann haben Sie nicht mal die Basics verstanden. Von daher belasse ich es bei der mathematischen Berechnung und wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihren eigenen Anlagen. Kommentare sollten sachlich sein, aber Ihre sind unsachlich. In diesem Sinne sprechen „wir“ uns im Jahr 2030 wieder. Bis dahin Ihnen alles Gute! :-)

      • Ok, dann habe ich keine Ahnung. Wenn man an der Börse mit Mathematik reich werden würde, würde es vermutlich keine Mathematiker mehr geben, die was anderes täten, als zukünftige KGVs zu berechnen und damit steinreich zu werden. Ich markiere mir mal Ihren Post und dann schauen wir Ende 2023 noch mal auf Ihre Mathematik, ok? ;-)

  2. (2) Bleiben Sie daher bitte auch Ihrem gelben Zielkorridor treu, bis 2025/2026 sollte der Glore wieder innerhalb des Korridores sein bei über 400. D.h. selbst dem Fondsanleger würden bis dahin 400% Plus winken. Und nein, ich arbeite nicht für „EC“ :-)

  3. (3) Nur Börsenneulinge würden -65% realisieren. Erfahrene sitzen aus und halten aus (und kaufen nach)… STATT realisieren :-) Börse handelt Zukunft, übertreibt dabei aber nicht nur nach oben (Glore Jahr +90%), sondern auch nach unten (-65%). Da braucht es starke Nerven. Was langfristig zählt ist, was in 10 Jahren ist. Und da hat die Börse noch alles geschlagen. Ich empfehle hierzu ein Abonnement des Stuttgarter Aktienbriefs. Die Werte dort sind weniger volaltil.

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  2. China drückt die #GLORE50 auf ein neues (Sechs-)Jahrestief – Exciting Commerce

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