Otto holt bei About You erstmals ProSiebenSat.1 zur Hilfe

Lange Zeit undenkbar lässt die Otto Gruppe erstmals Medieninvestoren wie ProSiebenSat.1 an Bord („ABOUT YOU gewinnt SevenVentures und Media-Investor German Media Pool als Investoren“).

aboutyousale

Ein Schritt, der aus About You Sicht völlig nachvollziehbar ist (wenn die Otto Group nicht mehr ausreichend Wachstumskapital zur Verfügung stellen kann/will), aus Otto-Sicht allerdings in vielerlei Hinsicht absurd.

Denn entweder müsste der Otto-Konzern die abgegebenen Anteile später teuer zurückerwerben oder aber About You irgendwann zum Verkauf stellen.

Zu beneiden ist die About You Führung in der Otto-Gruppe ohnehin nicht. Gerade erst hat sie laut Handelsregister einen 65-jährigen Prokuristen zur Seite gestellt bekommen.

Mit dem Fall Otto („Exchanges #141: Quo Vadis, Otto?“) und mit der neuen About You Strategie („Zum Entdecken: About You erfindet sich mobile nochmal neu“) hatten wir uns ausführlich auch in den Exchanges befasst („Exchanges #142: Wie disruptiv kann Mobile werden?“).

Als Online-Modeanbieter tut sich About You zunehmend schwerer, seinen Platz neben Zalando zu finden, das sich von About You doch hat sehr inspirieren lassen und inzwischen den About You Weg selber geht („Exchanges #132: Wie mächtig kann/soll Zalando werden?“).

ProSiebenSat.1 hat nach Boozt („Wird Boozt Fashion für ProSiebenSat.1 das neue Zalando?„) mit About You nun den nächsten Modeplayer gewinnen können („Was ProSiebenSat.1 jetzt mit Stylight vorhat“).

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Collins, Shopboerse

18 replies

  1. Moin Jochen, na, da bist Du tatsächlich über eins unserer Abverkaufs-Plakat-Tests gestolpert und schon schafft es das Motiv in einen Deiner Artikel :) Wer sich für unsere aktuelle Kampagne interessiert, hier entlang: http://www.horizont.net/agenturen/nachrichten/About-You-Die-Otto-Tochter-und-Serviceplan-praesentieren-die-abgedrehte-Style-Agency–142459
    Der von Dir angesprochene Prokurist ist übrigens Martin Mildner, der Chef-Syndikus der Otto Group. Mal davon abgesehen, dass wir Martin Mildner sehr cool finden und nichts dagegen hätten, wenn er uns „zur Seite gestellt“ werden würde, trifft das nicht ganz zu. Dass er als Prokurist in der Holding eingetragen wurde hat eher unterschriftstechnische Gründe.
    Dass wir uns dank Zalando „zunehmend schwerer“ tun ist eine interessant Sicht auf die Dinge. Bei den aktuell schmelzenden Zalando-Wachstumszahlen in DACH könnte man hier sicherlich auch zu einem anderen Schluss kommen. Aber das wäre wohl genau so unfair wie die o.g. Aussage. Wir fühlen uns mit der ABOUT YOU Positionierung jedenfalls ziemlich wohl: Wir zeigen jedem Kunden das was zu ihm passt (Personalisierung) und inspirieren unsere Kunden mit vielfältigem Dritt-Content, um für wöchentliche Interaktion zu sorgen. Das kommt gut an bei unseren Kunden, sonst würden wir nicht in dem Tempo wachsen und hätten sicherlich auch keine neuen Investoren zu einer derartigen Bewertung an Bord holen können.
    Und dass wir diese Investoren entweder raus kaufen, oder ABOUT YOU komplett verkauft werden muss, sind ja nicht die einzigen Szenarien die existieren. Da gibts auch Dinge dazwischen…

    • Na, für Euch ist der Deal in jedem Fall eine super Sache und eine schöne Bestätigung.

      Die Plakate haben mich über gefühlte Wochen sowohl in Berlin als auch in München (als auch in der TV-Kampagne) verfolgt, insofern dachte ich, ich setze „About You am Potsdamer Platz“ mal ein schönes Blogdenkmal.

      Aktuell kommt Ihr auf knapp 3% des Zalando-Umsatzes. Ich glaub, da kann man sich schon die Frage stellen, welche Marktrelevanz Ihr mit Eurer bisherigen/künftigen Strategie bekommen könnt. Personalisierung, etc. hat sich ja auch Zalando auf die Fahnen geschrieben.

      Aus Kundensicht sehe ich jetzt keinen so großen Unterschied, warum ich neben einem Zalando noch ein About You bräuchte. (Aus Branchensicht ist mir der Unterschied natürlich klar.)

      Man kann es ja aber auch andersherum sehen: Ihr habt mit Zalando eben einen starken Wettbewerber, der die Herausforderung angenommen hat.

    • Martin Mildner ist meines Wissens noch keine 65:

      „12.08.2016 HRB 120869: ABOUT YOU GmbH, Hamburg, Domstraße 10, 20095 Hamburg. Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer: Richter, Ludwig, Hamburg, *17.07.1951.“

    • Das ist das Schöne an AboutYou. Hier spricht nicht die Presseabteilung, die nur gequirlten Mist von sich gibt (damit meine ich generell alle Presseabteilungen, ist ja schließlich deren Aufgabe ;-)), sondern die Geschäftsführung höchstpersönlich. Sehr symphatisch!

      Ich finde es hervorragend, was Tarek + Team in den letzten Jahren aufgebaut hat. Es ist doch ein Ritterschlag, wenn einen der viel größere Mitbewerber kopiert und die Strategie nachbaut. Was anderes konnte Zalando eh noch nie. Erst Zappos und nun Inspiration bei AboutYou holen. Selbst haben sie doch noch überhaupt nichts außer stumpfen E-Commerce auf die Beine gestellt.

      AboutYou geht (ging) mit der damaligen Kooperation mit externen Entwicklern und nun viel mit Influencern und Co. neue Wege und zeigt Zalando damit, was mehr geht als stumpfer einfallsloser Abverkauf. Dabei ist doch Zalando so hipp in der Szene und Otto + allem was dazugehört der vergreiste langweilige Dino. Oder etwa doch nicht ?

      Ich sag es mal ganz plump: Wäre AbputYou zur selben Zeit wie Zalando gestartet, dann wäre nicht Zalando die Nummer 1 im Fashion-E-Commerce. Zalando ist zur Endzeit der goldenen Online-Marketingzeiten gestartet, wo SEO und SEM noch einfach und billig waren. AboutYou erkämpft sich nun peu à peu ein Stück vom Kuchen und schafft das meiner Meinung nach hervorragend, obwohl die wichtigen Kanäle SEO und SEM immer teurer und schwerer werden.

      Ich für meinen Teil wünsche AboutYou allesw Gute für die Zukunft!

      • Selten so einen Bullshit gelesen: „…als stumpfer einfallsloser Abverkauf.“ Da hat aber jemand die letzten 12 Monate richtig gepennt und so gar nichts hier gelesen.

        Zalando testet neue mobile Ansätze mit „Seen at“ (https://excitingcommerce.de/2015/12/01/seen-at-berlin-zalando-startet-erste-streetstyle-app-exklusiv/) und startet komplette Mobile only Geschäftsmodelle wie „Movmnt“ (https://excitingcommerce.de/2016/03/22/zalando-enthullt-movmnt-strategie-auf-dem-kapitalmarkttag/) und „Fleek“ (https://excitingcommerce.de/2016/03/09/zalando-startet-fleek-app-als-shop-on-the-go/).

        Auch auf der Beschaffungsseite geht Zalando neue Wege und beteiligt sich an Integratoren wie „Anatwine“ (https://excitingcommerce.de/2016/06/15/zalando-erhoht-anatwine-beteiligung-in-12-mio-runde/) oder kauft sie gleich ganz wie im Fall von „Tradebyte“ (https://excitingcommerce.de/2016/05/12/zalando-ubernimmt-tradebyte-fur-seine-plattformstrategie/).

        Man investiert in eine komplette Marketingplattform und kauft dazu auch ganze Teams wie „Metrigo“ und „Nugg.ad“ (https://excitingcommerce.de/2015/12/18/zalando-ubernimmt-nugg-ad-fur-die-werbevermarktung/).

        Da fallen Themen wie „Fulfillment by Zalando“ (https://excitingcommerce.de/2016/03/22/zalando-kundigt-fulfilment-by-zalando-service-an/) oder Tests in Richtung „Distributed Commerce“ (https://excitingcommerce.de/2016/03/22/distributed-commerce-zalando-wir-und-die-anderen/) fast schon nicht mehr auf.

        Zumindest von der Plattformstrategie sollte man mal gelesen haben.
        https://excitingcommerce.de/2016/03/02/zalando-und-die-4-grosen-saulen-der-plattform-strategie/
        https://excitingcommerce.de/2016/03/23/das-zalando-von-morgen-beim-kapitalmarkttag-2016/

        Aber klar, alles nur schnöder Abverkauf, da bejubelt man lieber den theoretisch wirklich interessanten Ansatz von AboutYou, externe Entwickler anzubinden, der aber ganz praktisch mehr oder weniger gefloppt ist, wenn man sich die Anzahl der tatsächlich verfügbaren Apps und Angebote anschaut.

        Dass man sich ausgerechnet mit P7S1 einen konfusen und erratischen Strategen ins Haus holt spricht aus meiner Sicht auch Bände.

        Nicht falsch verstehen: ich finde es cool, wie AboutYou sowohl innerhalb der Otto-Gruppe als auch auf dem Fashionmarkt neue Wege geht und Dinge einfach ausprobiert. Allein dafür haben sie Respekt verdient. Aber man muss auch realistisch bleiben und die Dinge einfach nüchtern betrachten wie sie sind. Und ja, auch Zalando hat noch einen weiten Weg vor sich und muss zeigen, dass die vielen Initiativen auch irgendwann ganz schnöde Geld verdienen.

      • @ Stefan
        Womit ist Zalando denn groß geworden ? Stumper E-Commerce ohne jegliche Innovation! Die Dinge, von denen du schreibst, kamen alle erst in den letzten Monaten und weit nach dem Börsengang.

      • @Kai Ich glaube auch, da lässt Du Dich von Deiner Abneigung gegenüber Zalando zu ziemlich unsinnigen Aussagen hinreissen. Aber selbst wenn Zalando tatsächlich nur „stumpfen Abverkauf“ gemacht hätten, haben sie damit die gesamten eCommerce-Platzhirsche wie eben auch Otto komplett vorgeführt und mal eben in wenigen Jahren 3 Mrd. Umsatz aus dem Markt genommen. Und klar, kann man sich jetzt darüber freuen, dass AboutYou mit Innovationen versucht, da was dagegen zu setzten (leider tatsächlich mindestens 5 Jahre zu spät, um es mit Zalando noch aufzunehmen) und niemand wir wird die Leistung des AboutYou-Teams klein reden wollen, aber wie Jochen schon sagt, reicht das, um wirklich ein 2. Zalando (vom Umsatz und der Marktrelevanz her) zu werden?

      • @Claus
        Was ist denn an meiner Aussage unsinnig ? Womit ist Zalando denn groß geworden und dann an die Börse gegangen ? Was haben sie anderes bzw. Innovatives gemacht als große Reichweite und Bekanntheit durch in damaligen Zeiten gutes Online-Marketing + TV-Werbung zu erlangen ?

        Das Zalando viel früher als AboutYou am Markt war und dadurch einen enormen Vorsprung hat, bezweifelt ja niemand. Aber um dieses Thema ging es doch überhaupt nicht.

        Etwas Offtopic, aber dennoch zum Thema gehörend:
        Ich finde es gerät bei aller Euphorie um Alando, ähhmm Zalando auch immer zu sehr in Vergessenheit, dass Zalando nur aus der Not heraus das geworden ist, was es jetzt ist. Fakt ist doch, dass Zalando wie sein Vorbild Zappos ein schneller Exit werden sollte und es den Gründern damals nicht darum ging, ein nachhaltig profitables Geschäft aufzubauen. Man könnte es auch pures Glück nennen, dass Zalando wirklich gut läuft, denn wenn man sich die anderen Rocket-Buden so anschaut, dann scheint niemand vor Beginn der Geschäftstätigkeit überhaupt mal nachzurechnen, ob Geschäftsmodelle nachhaltig skalieren können. So fliegt denen doch ein E-Commerce-Bereich (Möbel, Lebensmittel etc) nach dem anderen um die Ohren.

      • Ja, eben genau das. Die haben eben extrem gutes SEO und SEM gemacht und damit alle, die bisher da agiert haben, an die Wand gespielt. Das war damals schon innovativer als Otto & Co. vor allem aber war es extrem geradlinig und ambitioniert umgesetzt. Und mal ehrlich, wer fragt denn heute noch danach, wo die Motivation der Gründer und Erstinvestoren im Jahre 2012 war? Und ja, es geört auch immer noch eine Portion Glück zum Erfolg, in Zalando’s Fall war es deren Glück, dass sie von den ganzen Handels-Größen und den ganzen eCommerce-Schlaubergern („die kopieren doch nur und verbrennen Geld“) ewig unterschätzt wurden und erst als es bereits zu spät war drauf gekommen sind, dass man da ja eigentlich mal gegenhalten müsste und dass Zalando nicht einfach wieder verschwindet.

        Und was die anderen Rocket-Unternehmungen angeht, fehlt entweder das Glück oder die anderen sind nun endlich wach geworden und nehmen die Samwer-Ventures vom ersten Tag an richtig ernst und halten entsprechend auch dagegen. Und dann wäre es imho vielleicht gar nicht falsch, lieber weniger Projekte zu machen und dafür mehr „all in“, so wie das bei Zalando war.

      • @ Claus

        Ja, eben genau das. Die haben eben extrem gutes SEO und SEM gemacht und damit alle, die bisher da agiert haben, an die Wand gespielt. Das war damals schon innovativer als Otto & Co. vor allem aber war es extrem geradlinig und ambitioniert umgesetzt.

        —> Was anderes habe ich nie gesagt, Also was war dann an meinem Geschriebenen unsinnig ?
        SEO und SEM sind ja sicherlich keine Innovation. Mit dem SEO, welches Zalando damals gemacht hat, würden sie heute von Pinguin-Updates gnadenlos abgeschossen werden. So geschehen u.a. bei home24.de. Daher war es wirklich Glück oder gutes Timing -wie man es sehen möchte-, dass Zalando überhaupt in den organischen Serps solch eine Sichtbarkeit erreichen konnte. Heute fällt das jedem Marktteilnehmer ungleich schwerer.

        Und mal ehrlich, wer fragt denn heute noch danach, wo die Motivation der Gründer und Erstinvestoren im Jahre 2012 war?

        —> Ich finde das schon wichtig, ob ein Unternehmen von Anfang an einen Plan hatte und den konsequent verfolgt. Hier war der Plan ein Exit, dies hat nicht geklappt und durch die Anpassung/Not ist das gekommen, was wir heute sehen. Aus der Not eine Tugend gemacht, wenn man es positiv sehen möchte. Ob man es wichtig findet, muss jeder selbst entscheiden. Im Hinterkopf sollte man die Intention der Gründung von Zalando jedoch schon immer haben, wenn man es jetzt als nachhaltiges Erfolgsmodell für den deutschen E-Commerce bezeichnet.

        Und ja, es geört auch immer noch eine Portion Glück zum Erfolg, in Zalando’s Fall war es deren Glück, dass sie von den ganzen Handels-Größen und den ganzen eCommerce-Schlaubergern („die kopieren doch nur und verbrennen Geld“) ewig unterschätzt wurden und erst als es bereits zu spät war drauf gekommen sind, dass man da ja eigentlich mal gegenhalten müsste und dass Zalando nicht einfach wieder verschwindet.

        —> Das sehe ich nicht so, denn die anderen sind mit diversen anderen Shops (siehe Mirapodo, Imwalking etc) auch sehr zeitnah gegen Zalando angetreten. Nur hat denen komplett die Online-Expertise gefehlt, die Zalando hatte/hat, siehe Bild: http://www.fotos-hochladen.net/view/zwischenablage0wg3l2j9fmz.jpg
        Klar kann man den Großen wie Otto auch vorwerfen, dass sie damals nicht viel aggressiver gegen den Neuling vorgegangen sind (kaufen wo sie noch klein waren oder selbst aufbauen mit richtig gutem E-Commerc-Know-How). Das war mit Sicherheit ein Fehler im Fall Zalando.
        Heute wird einem Dickschiff aber permanent dieser Fehler vorgeworfen, wenn er nicht sofort auf neue Onlinekonkurrenten reagiert. Den etablierten Möblern, weil sie sich von home24 und Co, die Butter vom Brot nehmen lassen (was ja nicht stimmt) oder einem DM und Rossmann, weil sie sich von Windeln.de auf der Nase rumtanzen lassen (was genauso wenig stimmt).

        Und was die anderen Rocket-Unternehmungen angeht, fehlt entweder das Glück oder die anderen sind nun endlich wach geworden und nehmen die Samwer-Ventures vom ersten Tag an richtig ernst und halten entsprechend auch dagegen. Und dann wäre es imho vielleicht gar nicht falsch, lieber weniger Projekte zu machen und dafür mehr „all in“, so wie das bei Zalando war.

        —> Es fehlt ein Taschenrechner und teils logischer Menschenverstand. Ich sehe keine großen Konkurrenten für den Lebensmittel oder Möbelbereich, die schuld daran sind, dass die Geschäftsfelder online nicht so funktionieren wie es sich die Samwers vorgestellt haben. Den Lebensmittelbereich hat noch niemand geknackt und wird meiner Meinung nach auch niemad so schnell profitabel betreiben können. Im Möbelbereich fehlte denen anfangs vollkommen das Fachwissen über ihr Produkt und das kombiniert mit sehr komplexer Versandlogistik + ausbleibendem Marketingerfolg (SEO kommen sie nicht auf die Beine, SEM zu teuer da kaum eine Kundenbindung möglich ist) ergibt das Desaster, welches Home24 gerade durchlebt. Wie man bei Home24 generell über das Geschäft denkt bzw. gedacht zu habeb scheint, zeigt dieses Interview: http://www.onlinemarketingrockstars.de/casper-podcast-constantin-eis/ mit Constantin Eis meiner Meinung nach hervoragend. Wirklich sehr wenig Ahnung vom Produkt, kaum Kenntnisse vom Markt und den Bedürfnissen des Kunden, sondern einfach nur ein Vorbild, was stumpf kopiert wird.

        Mir kommt das bei Rocket so vor, als wenn die sich nur denken: Was hat online noch einen kleinen Marktanteil, ist ein Millardenmarkt und wie schnell können wir das global ausrollen.
        Ob man damit auch wirklich Geld verdienen kann und es einen Grund gibt, warum der Online-Marktanteil so gering ist, wird gefühlt ignoriert. Nach dem Motto: Machen wir erstmal und schauen dann, ob wir damit auch iwrklich irgendwann mal profitabel sein können. Wachstum um jeden Preis ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein.

      • @Kai: Innovation ohne kommerzieller Erfolg bedeutet, in Schönheit zu sterben. Facebook war nicht das erste Social Network, und hat dennoch den ganzen Markt abgeräumt. Skype und Whatsapp waren nicht die ersten Messenger Services, und dennoch redet heute keiner mehr von ICQ.

        AboutYou hatte mit den Apps externer Entwickler eine gute Idee, es aber nicht geschafft, daraus wirklich ein funktionierendes und skalierendes Geschäftsmodell zu entwickeln.

        Unsinnig finde ich deine Aussage zum ursprünglichen Plan. Woher willst du denn wissen, was ursprünglich die Intention war? Und wenn die Gründer wirklich nur den Exit wollten, warum sind sie dann jetzt immer noch dabei und halten 6% an der company? Zumal es keinem Unternehmen gut tut, zu lange einem einmal entworfenen Plan stur zu folgen.

      • @ Stefan
        Da hast du recht, in Schönheit sterben bringt niemanden was. Ich habe auch nur gesagt, dass AboutYou innovativ ist und Zalando es anfangs nicht war. Das Zalando augrund der bereits mehrfach beschriebenen Punkte viel erfolgreicher und weiter als AboutYou ist, steht außer Frage.
        Naja ich glaube, dass das kein Geheimnis ist. Zalando sollte genauso wie der Namensgeber Alando groß gemacht und dann verkauft werden. Kopieren (Zappos als Vorbild), groß machen, verkaufen. Das war schon immer die Rocket-Strategie. Selbiges sollte auch bei home24 geschehen, was aber nach hinten los ging.
        6% Anteile finde ich jetzt auch nicht wirklich viel. RI selbst hat den Börsengang ja für den Exit genutzt und hat seine direkten Anteile ja verkauft, siehe dazu auch: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/it/samwers-und-weitere-grossaktionaere-machen-kasse-bei-zalando-a-1022949.html.

  2. Nee, bin erst 46, aber nach der Lesart von Euch Jungspunden ja auch in dem Alter schon scheintot ;-)

    • @kai: und denkst du aboutyou ist durch Innovationen groß geworden? Was meinst du warum sie jetzt die Media Shares machen – allein durch krasse Investments in tv Werbung hat about you die Reichweite erlangt und nicht etwa durch die Innovationen – welche neuen Modelle haben Sie denn erfolgreich hochgezogen? In meinen Augen wird das alles zu sehr gehyped – wenn man es bei den Investments nicht schafft einen bestimmten Umsatz zu erwirtschaften wäre es noch ein um so größeres Armutszeugnis … Zalando hier schlecht zu reden macht in keinem
      Fall Sinn – zalando hat alles richtig gemacht von vorne bis hinten – da schafft es about you nie hinzukommen. About you hat die ersten Marketingkampagnen im tv schlichtweg vermasselt – nie ist so etwas gelungen wie zalando es geschafft hat …

      • @ Robert
        Die Apps zum Beispiel waren zu Anfang eine Sache, die für sehr viel Aufmerksamkeit gesorgt hat. Nicht nur hier im Blog sondern in der ganzen E-Commerce-Szene, siehe dazu auch die Podcasts zu AboutYou, wurde über die neuen Ansätze von AboutYou geredet und diskutiert. Auch den ganzen Bereich „Stars & Trends“ halte ich für sehr innovativ.
        Des Weiteren schreibt Jochen in diesem Artikel ja auch: „Als Online-Modeanbieter tut sich About You zunehmend schwerer, seinen Platz neben Zalando zu finden, das sich von About You doch hat sehr inspirieren lassen und inzwischen den About You Weg selber geht „. Somit scheine nicht nur ich es so zu sehen, dass AboutYou wirklich andere Wege als Zalando gegangen ist und weiter geht.

        Und nochmal: Wo rede ich Zalando denn schlecht ? Es ist eine Tatsache, dass sie mit einfachem E-Commerce groß geworden sind. Das ist doch keine Schande! Google war anfangs auch nicht mehr als eine Suchmaschine und Amazon nichts anderes als ein Online-Händler. Zalando ist nicht wie z.B. ein Tesla gestartet um einen Markt zu disruptieren sondern um Schuhe online zu verkaufen. Dafür haben sie die Online-Marketing-Klaviatur gut gespielt und thats it. Nun entwickeln sie sich weiter. Wohin das führt, wird man abwarten müssen.

        Ich drücke Zalando auf alle Fälle die Daumen, denn für den deutschen E-Commerce muss nach den ganzen Pleiten der letzten Jahre endlich mal wieder ein Erfolgsfall her!

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